Bildung ist die Zukunft unseres Landes!

Mein absolutes Herzensthema ist die Bildungspolitik. Als ehemalige Schülerin habe ich die Auswirkungen der kaputtgesparten Bildungseinrichtungen unseres Landes direkt zu spüren bekommen und als derzeitige Lehramtsstudentin durchlaufe ich eine sehr praxisentfernte Ausbildung. Der jetzige Stand der Bildungspolitik ist langfristig nicht mehr tragbar und ich möchte mich dafür einsetzen, dass dieser geändert wird.

Der Anteil an nicht planmäßig erteilten Unterrichtsstunden liegt in allen Schulformen bei ca. 10%. Das ist nicht weiter schlimm, wenn die entsprechenden Stunden ordentlich vertreten werden, jedoch wurden in allgemeinbildenden Schulen nur 63% dieser Stunden vertreten, der Rest fiel aus. In berufsbildenden Schulen wurde nur jede zweite dieser Stunden vertreten, was einen Gesamtanteil des Totalausfalls von 5,4 % gemessen am Unterrichtsbedarf bedeutet. In Jahr 2014 betrug dieser noch 3%. Diese Zahlen sind hauptsächlich dem Lehrermangel zuzuschreiben.
Wir haben eine gealterte Lehrerschaft in unserem Land. Das Durchschnittsalter liegt bei ca. 50 Jahren. Doch was bedeutet das in dem Zusammenhang, dass wir in den nächsten Jahren steigende Schülerzahlen verzeichnen werden? Das bedeutet, dass wir einen jährlichen Einstellungsbedarf von ca. 730 Lehrer*innen in den allgemeinbildenden Schulen haben, um den Bedarf zu decken zu können. Die Absolventenzahlen der Lehramtsstudierenden für das Berufsschullehramt müssen mindestens verdoppelt werden.
Durch die Corona-Krise haben wir gesehen, wie es mit der Digitalisierung in unseren Schulen steht. In den Schulen sind kaum digitale Medien vorhanden, um einen digitalisierten Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler durchzuführen. Selbst der Digitalpakt mit der Bundesregierung hat hier nicht viel getan, da die bereitgestellten Mittel aufgrund der umfangreichen Bürokratie kaum abgerufen werden oder noch nicht ankamen. Darüber hinaus gibt es noch immer kein flächendeckendes WLAN an den Schulen, welches digitalen Unterricht erst möglich machen kann. Doch selbst die beste Technik nützt nichts wenn sie nicht gepflegt wird und die Lehrerinnen und Lehrer an unseren Schulen sie nicht bedienen können. Daher bedarf es weitreichender Weiterbildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer, welche neben dem Schulalltag nicht überfordern, sondern fördern.

Ich möchte unsere Bildungspolitik ändern, indem ich erreichen will, dass

  • das Lehramtsstudium neu organisiert und praxisorientierter gestaltet wird.
  • die Kapazitäten für Lehramstsstudierende an den Unis weiter heraufsetzt und an beiden Universitäten in Sachsen-Anhalt alle Lehramtsstudiengänge ausgebildet werden.
  • mehr Referendare ausbildet und mehr Kapazitäten in den Studienseminaren geschaffen werden.
  • wir Sekundarschulen schaffen, die ein breites Bildungsangebot anbieten und durch das etablierte System der Berufsorientierung (BRAFO) den Wechsel in die Berufsausbildung vorbereiten.
  • umfangreiche Investitionen in die Digitalisierung in unseren Schulen und die Weiterbildung unserer Lehrkräfte vorgenommen werden.
  • eine Überarbeitung der Schulentwicklungsplanung vornehmen, um sie an die Bedürfnisse des ländlichen Raums anzupassen. Eine Anhebung der Mindestschülerzahlen lehne ich strikt ab. Es darf keine Schule geschlossen werden!
  • wir mehr Lehrkräfte nach Sachsen-Anhalt holen, indem wir mehr Lehrerinnen und Lehrer einstellen, eine gerechte Bezahlung aller Lehrerinnen und Lehrer an allen Schulformen durch eine gleiche Vergütung in der Stufe E13/A13 für alle Lehrkräfte durchsetzen, eine berufliche Perspektive für Lehrkräfte im Seiteneinstieg durch Weiterbildungen schaffen und mehr Wertschätzung für diejenigen aufbringen, die mehr tun, als ihre Pflichtstunden zu leisten. Außerdem sollten alle Lehrkräfte in unserem Land verbeamtet werden, damit dieses Zwei-Klassen-System endlich überwunden wird.
  • ein Bildungssystem geschaffen wird, welches nicht aussortiert, sondern fördert. Hierfür sind flächendeckend Ganztags- und Gesamtschulen mit guten Konzepten und ausreichendem Personal, wie Lehrkräfte, Sozialpädagog*innen, Schulbegleiter*innen und Schulpsycholog*innen notwendig, um unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern und zu guten Schulabschlüssen zu verhelfen.

Entwicklung des ländlichen Raumes

Ein Großteil von Sachsen-Anhalts Fläche gehört zum ländlichen Raum. Wir als Altmarkkreis Salzwedel zählen mit dazu. Neben den Vorteilen des ländlichen Raumes, wie Ruhe und Entschleunigung wird dieser ebenfalls durch schlechte Internetverbindung, Bevölkerungsschwund und mangelnde wirtschaftliche und verkehrstechnische Infrastruktur ausgezeichnet. Darüber hinaus haben wir als ländlicher Raum ständig mit einer schlechten Ärzteversorgung und mangelnden Kommunalfinanzen zu kämpfen. Wir mussten dabei zusehen, wie Ärzte aufgrund des Alters ihre Praxen ohne Nachfolger geschlossen haben, das Waldbad in Listen nicht saniert werden kann und die Innenstädte aussterben.

Diese Zustände will ich nicht weiter so hinnehmen. Um jungen Menschen und Familien wieder eine Perspektive im ländlichen Raum geben zu können, möchte ich mich dafür einsetzen, dass wir

  • stabile und verlässliche Kommunalfinanzen haben, in denen ein Flächenfaktor eingearbeitet ist.
  • einen flächendeckenden Breitbandausbau bekommen, der endlich als staatliche Daseinsvorsorge verstanden wird und dies nicht nur privatwirtschaftlichen Interessen überlassen wird.
  • eine umfassende Stärkung der öffentlichen Daseinsvorsorge bekommen.
  • die Funklöcher im 4G-Netz auch auf dem Land geschlossen bekommen.
  • mehr Bauplätze ausgewiesen bekommen, damit mehr junge Familien ihre Häuser in unserer Region errichten können.
  • mehr Jugend- und Familienangebote bekommen. Neben der Schule sind die Freizeitgestaltung und Förderung für Jugendliche und junge Familien ein wichtiges Thema, damit diese eine Perspektive in der Altmark sehen. Dafür müssen wir Sport- und Freizeitanlagen erhalten und fördern.
  • ein flächendeckendes Angebot an Schulen und Kitas haben.

Insgesamt müssen wir die Entwicklung des ländlichen Raumes voranbringen und bei landespolitischen Entscheidungen nicht nur den Fokus auf die Städte setzen. Der ländliche Raum, vor allem in der Altmark ist ein Raum der Zukunft.

Biografie

Im Jahr 2000 wurde ich als erstes von zwei Kindern in Uelzen geboren, wo ich bis zu meinem zehnten Lebensjahr aufgewachsen bin. Danach zog ich mit meiner Familie nach Osterburg, wo wir dann zwei Jahre lebten und ich das vierte und fünfte Schuljahr absolvierte. Dies war am Anfang nicht leicht für mich, weil ich aufgrund dieses Umzuges die Folgen des Föderalismus in der Bildungspolitik direkt zu spüren bekommen habe. Als ich 12 Jahre alt war, zog meine Familie dann nach Salzwedel und ich habe in dieser Stadt meine Heimat gefunden. In Salzwedel besuchte ich das Friedrich-Ludwig Jahn Gymnasium, welches ich im Jahr 2018 mit dem Abitur verließ. Da ich mit der Schule an sich nicht aufhören wollte, habe im gleichen Jahr angefangen Berufsschullehramt in den Fächern Wirtschaft und Sozialkunde an der Uni Magdeburg zu studieren. Derzeit bin ich im 5. Semester.

In die SPD trat ich im Jahr 2017, kurz vor der Bundestagswahl ein. Sie verkörpert für mich die soziale Gerechtigkeit gemeinsam mit dem sozialen Fortschritt, wobei mir die Belange der Kinder und Jugendlichen sehr am Herzen liegen.

Neben meinen Tätigkeiten in der Partei gehe ich in meiner Freizeit gerne mit meinem Dackel spazieren, schaue Serien und treffen mich mit meinen Freunden.

Lebenslauf

Nadine Hofmann
21 Jahre, ledig, ein Bruder (15 Jahre)

Kontakt

Nadine Hofmann

Kontaktdaten:

Nadine Hofmann
kontakt@nadine-hofmann.de

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